Besuch bei Agro Energie Hohenlohe

Energie- und Ressourcensicherheit durch Biogasanlagen

Gestern war ich gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Hans-Peter Behrens, unserem Sprecher für Bioökonomie, sowie Alexander Möndel aus dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz beim Agroenergie Betrieb Karle, um mir ein Bild zur Gewinnung von Strom, Wärme und Gas in Füßbach zu machen.
Füßbach ist eines der vier Bioenergiedörfer in Hohenlohe. Der dort erzeugte Strom geht ins Netz und die Wärme versorgt einen Industriebetrieb und 15 Privathäuser. Außerdem nutzt das Dorf in Kupferzell den Strom für den Verein e-Füßle, der das lokales Car-Sharing ermöglicht. Gerade im ländlichen Raum verbessert dies die Mobilität und ermöglicht in diesem Fall auch eine kostengünstigere Alternative zum eigenen Auto. Das hat beispielsweise dazu geführt, dass einige Bewohnerinnen und Bewohner ihr zweites Auto abgeschafft haben.


Thomas Karle, der Inhaber des Betriebs, führte uns durch seine Anlagen und erklärte uns den Prozess der Entstehung von Strom, Wärme und Gas aus beispielsweise Gülle, Maisstroh und Zuckerrübenresten. Im Betrieb Agro Energie Hohenlohe wird nicht nur Biogas hergestellt, sondern auch in innovativen Projekten getestet, wie die Rückgewinnung von Stickstoff, Phosphor und Kalium unter realen Bedingungen nach einer Vergärung von sogenanntem Wirtschaftsdüngern gelingen kann und so die Effizienz im Ackerbau steigert.
Angesichts der dramatischen Entwicklungen im Strom- und Energiebereich diskutierten wir insbesondere über die Zukunft von Biogasanlagen und wie diese für Energiesicherheit sorgen können. Wir waren uns alle einig, dass der umfangreiche Anbau von Energiepflanzen exklusiv für die Biogasanlagen der falsche Weg ist und im Hinblick auf Lebensmittelsicherheit nicht weiterhin groß subventioniert werden soll.

 

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