Koloniale Kulturgüter: Rückgabe der Benin Bronzen an Nigeria

Der Generaldirektor des Nationalen Museums- und Denkmalbehörde Nigerias, Abba Tijani, ist heute zu Gast im Lindenmuseum. Bei seinem Besuch ging es eine Absichtserklärung zwischen Nigeria und Deutschland zum Umgang mit Objekten aus dem ehemaligen Königshaus Benin. Die Objekte wurden bei einem Überfall auf das ehemalige Königshaus Benin erbeutet und sind nur in unterschiedlichen Museen und Depots zu finden, 78 davon sind in Deutschland. Die Absichtserklärung ist ein wichtiger Schritt, um die koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten. Bis Ende des Jahres sollen die ersten Objekte nach Nigeria zurückgegeben werden.

Wir sind der Meinung, dass es höchste Zeit ist, koloniale Raubgüter zurückzugeben, den Austausch mit den Herkunftsgesellschaften zu stärken und Lösungen für beide Seiten zu finden. Danke Herr Tijani, dass Sie hier das Gespräch mit den Museen suchen und die Interessen von Nigeria vertreten. Aber auch Danke an Prof. Dr. Inés de Castro vom Lindenmuseum und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, dass Sie den Prozess so aktiv voranbringen. Und so auch Vorbild für andere Länder im globalen Norden sein können um das Thema koloniale Raubgüter im Dialog mit den Herkunftsgesellschaften zu bearbeiten.

 

 

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