Sophie und Hans Scholl

Heute vor 79 Jahren wurden die Geschwister Scholl von NS-Richtern zum Tode verurteilt und noch am selben Tag mit dem Fallbeil hingerichtet. Als Mitglieder der Organisation „Weiße Rose“ waren sie beim Verteilen von Flugblättern entdeckt worden. In ihren Schriften prangerten sie die Verbrechen des Hitler-Regimes an und riefen die Bevölkerung zum passiven Widerstand auf.

Die Gefahr für ihre eigene Sicherheit war ihnen immer bewusst. Jedoch wollten sie im Gegensatz zur großen Mehrheit der Gesellschaft nicht ignorieren und verschweigen, was vor allem über die Massenmorde im Osten des Reichs nach und nach bekannt wurde.

Entgegen der rassistischen und totalitären Erziehung, die sie selbst in den Bildungs- und Jugendeinrichtungen des Nationalsozialismus erlebt hatten, ließen sich die Geschwister Scholl von christlichen und humanistischen Werten leiten.

„Es lebe die Freiheit“, rief Hans Scholl im Augenblick seiner Hinrichtung; „Freiheit“ hinterließ Sophie auf der Rückseite ihrer Anklageschrift.

Für uns, die wir heute in einem freien und demokratischen Staat leben können, sind die Geschwister Scholl und ihre Mitstreiter:innen große Vorbilder für Zivilcourage. Zugleich ist ihre Ermordung ein Mahnmal dafür, was menschenfeindliche Ideologie anrichtet, wenn man sie gewähren lässt.

 

Sophie Scholl *09.05.1921 in Forchtenberg; †22.02.1943 in München

Hans Scholl *22.09.1918 in Ingersheim an der Jagst; †22.02.1943 in München

 

 

 

Bildquelle: Jim Forrest; Hans & Sophie Scholl with Christoph Probst; CC BY-NC-ND 2.0.

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