Unterwegs in Hohenlohe

Am 29. Juli hat im Landtag von Baden-Württemberg in Stuttgart die Sommerpause begonnen. Wenn der Landtag nicht in der Sommerpause ist, verbringe ich immer zwei Tage pro Woche in meinem Wahlkreis und drei Tage in Stuttgart. So hatte ich zum Auftakt der Sommerpause direkt die Möglichkeit, mich verschiedenen Themen in Hohenlohe zu befassen und viele verschiedene Menschen zu treffen.

Am ersten Tag war ich zusammen mit meiner Kreistagskollegin Ulli Roloff in Krautheim und habe dort den stellvertretenden Bürgermeister Thomas Dubowy getroffen. Mit ihm habe ich mich über die Entwicklungen und Herausforderungen in Krautheim ausgetauscht. Konkret haben wir Möglichkeiten für den öffentlichen Personen-Nahverkehr besprochen sowie potentielle Bauprojekte.

Anschließend habe ich das Eduard-Knoll-Wohnzentrum besucht, in dem 80 Personen mit einer Körperbehinderung leben. Bei Kaffee und Kuchen teilten die Bewohnerinnen und Bewohner viele persönliche Erfahrungen im Umgang mit der Corona Pandemie und schilderten mir insbesondere ihre Wohnsituation während des Lockdowns als Besuche im Wohnzentrum nicht erlaubt waren.

Zudem haben wir viel über den weiteren Ausbau von Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe von Personen mit Behinderung geredet. Der persönliche Austausch hat mir gezeigt, dass hier noch sehr viel Handlungsbedarf besteht! Außerdem hat mir die Umweltgruppe des Wohnzentrums einige ihrer Projekte gezeigt. Dazu zählen unter anderem ein selbst gebautes Insektenhotel sowie die Umstellung von Einweg auf Metall-, Glas- oder Silikonstrohhalme. In einem weiteren Projekt wurden Einwegbecher für die Einnahme von Medizin auf Mehrwegbecher umgestellt.

An meinem zweiten Tag im Wahlkreis habe ich den Bürgermeister von Braunsbach, Frank Harsch, getroffen. Aufgrund der jüngsten Ereignisse in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben wir intensiv über die Auswirkungen des Klimawandels, etwa in Form von Starkregen, gesprochen. Auch in Braunsbach kam es 2016 zu heftigem Starkregen und viele Teile des Ortes mussten nach der Zerstörung wieder wiederaufgebaut werden. Die Infotafel, vor der das Bild entstanden ist, berichtet von diesem Ereignis. Außerdem haben wir uns mit dem Ausbau von Windenergie beschäftigt.

Anschließend habe ich den Inhaber der Blütenmanufaktur Bernulf Schlauch getroffen und mit ihm über die notwendige Transformation zu einer ökologischeren Landwirtschaft gesprochen.

Am folgenden Tag bin ich in das Forstrevier Klostertal gefahren, um dort Joachim Süssmuth und Kathrin Beckmann von ForstBW Tauberfranken zu treffen. Bei einem Rundgang durch den Wald mit Hündin Yenka, einer deutschen Bracke, haben wir uns intensiv über die Bedeutung des Waldes im Kontext des Klimawandels ausgetauscht.

Obwohl der Regen dieses Jahr im Kampf gegen die Ausbreitung des Borkenkäfers geholfen hat, müssen wir in den kommenden Jahren mit trockenen Perioden rechnen, die unseren Wäldern zu schaffen machen werden. Weil die normalen Zyklen durch den Klimawandel verloren gehen, müssen wir unseren Co2-Ausstoß deutlich reduzieren! Bei dem Spaziergang haben wir außerdem über Totalreservate und Refugien gesprochen. Dort werden Teile des Waldes ihrer natürlichen Entwicklung überlassen und nicht wirtschaftlich genutzt. Die Vorgaben der Landesregierung zu Refugien hat ForstBW in Tauberfranken und Schönbuch bereits erreicht. Herr Süssmuth und Frau Beckmann haben mir zudem Prototypen aus Holz und Papier zum Schutz von Bäumen gezeigt, die die Vorgänger aus Plastik ersetzen sollen.

Freitags habe ich den Biobauern Herr Stapf und die Gemeinderätin Frau Breitkreuz in Untermünkheim getroffen. Bei diesem Termin haben wir uns insbesondere über die industrielle Entwicklung in Untermünkheim und in Hohenlohe allgemein ausgetauscht. Insbesondere der Flächenverbrauch von Gewerben belastet die Bevölkerung dort zunehmend. Wir haben uns auch über Flächenphotovoltaik, Agri-PV, unterhalten. Agri-PV schützt landwirtschaftliche Flächen vor Frost, Hagel und zu starker Sonne und hilft uns gleichzeitig bei der Energiewende.

Am Wochenende standen dann noch mehr Termine an. Unter anderem wurde ich für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Herrn Gerhard Rudolph eingeladen. Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch! Herr Rudolph ist allseits für sein Engagement als Ehrenamtskönig bekannt. Daher möchte ich auch Frau Rudolph meinen herzlichen Dank und Respekt aussprechen. Ehrenamtliches Engagement kann sehr zeitintensiv sein und deswegen kann dies auch häufig zu Lasten der Zeit mit der Familie gehen.

Bei einem weiteren Termin wurde ich zu den Hohenloher Weinhoheiten eingeladen. Nach den ungewöhnlichen zwei Jahren Amtszeit geben die Weinkönigin Marlene und die Weinprinzessin Mathea ihre Zepter ab, bevor im kommenden Jahr eine neue Wahl stattfindet. Aufgrund der Corona-Pandemie dauerte die Amtszeit der beiden ausnahmsweise zwei Jahre und so tauschten die beiden nach einem Jahr die Krone. Für mich ist das ein besonders schönes und solidarisches Signal an unsere Gesellschaft.

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